News
14.05.12, Timo
Es ist schwer zu verstehen und noch schwieriger zu realisieren, dass Timo gestern (13. Mai) an den Folgen eines Herzinfarkts starb.
Timo war nicht nur ein hervorragender Segler, sondern auch ein guter Freund. Ich habe nie einen ausgeglicheneren Menschen kennengelernt.
Es ist kaum ein Trost, aber als jemand, der mit Timo die vergangenen drei Jahre sehr intensiv zusammen erlebt hat, kann ich sagen, dass er eine phantastische Zeit hatte.

Im Geiste wird Timo immer bei mir an Bord sein.
14.05.12,
20.12.11, This is it - Teil 2
Ein Highlight in unserer Zeit war die Einladung von Robert Scheidt BRA zum Training im Januar 2011 in seine Heimat. Vor der brasilianischen Insel Ilhabela haben wir knapp 14 Tage intensiv Boote und Segel getestet und Ideen ausgetauscht.

Bei den darauf folgenden Regatten im Frühjahr 2011 in Miami und auf Mallorca haben wir nicht so richtig einen Fuß an Land bekommen. Wir hatten inzwischen eine extrem hohe Erwartungshaltung an uns selbst. Zum einen aufgrund unserer vergangenen Ergebnisse, aber auch genährt durch teils überragende Leistungen im Training.
Letztendlich waren wir zu ungeduldig geworden, wollten den Erfolg im Rennverlauf schnell, anstatt sich über die Dauer einer Regatta durch unsere Qualität durchzusetzen.

Es war Tytus der uns das und vieles mehr in unserer erneuten Zusammenarbeit nach den ersten beiden Olympiaausscheidungen vor Augen führte. Um im Segelsport erfolgreich zu sein musst du deine Hausaufgaben in allen Bereichen sowieso erfüllt haben (Geschwindigkeitsentwicklung, Strategisch-Taktischen Wissen, Handling, Fitness etc.) und dann musst du wenn es darauf ankommt (in einer langen Serie) geduldig, erwachsen, realistisch und abgebrüht sein. Herausragende Tagessiege können nicht Schaden, aber braucht es am Ende nicht.

Zur WM in Perth waren wir wieder auf der Höhe. Meist sind wir normal gestartet und haben uns dann im Rennverlauf vorne fest gebissen. Nur war das nicht ausreichend auf Grund unseres Punkterückstands nach Weymouth und Kiel und einer super Leistung von Stanjek/Kleen. Die Olympiaqualifikation haben wir nicht in Perth, sondern in Weymouth und Kiel verloren.

Nichtsdestotrotz sind wir Stolz auf unser Projekt Olympia 2012. Es war für uns beide die erste Olympiakampagne und wir haben viel erreicht und können von uns sagen, dass wir in vielen Momenten auf Augenhöhe mit den besten Seglern der Welt waren.

Was wir in der Zeit an Lebenserfahrung gesammelt und über uns selbst gelernt haben ist unbezahlbar. Davon werden wir ein Leben lang zerren können. Wir wissen was es braucht um auf dem allerhöchsten Level in egal welchem Bereich Top Leistungen zu bringen.

Wir möchten uns von ganzem Herzen bei unseren Förderern und Partnern bedanken:
Am Anfang steht der Heinz-Nixdorf Verein, der Johannes beim Umstieg aus dem Piraten das Vertrauen geschenkt hat und sich nicht gescheut hat einer unkonventionellen Segelkarriere eine Chance zu geben;
Gunter Persiehl und dem NRV Olympic Team für die gleiches zutrifft;
Thomas Müller dem wir den Sprung in den P-Star zu verdanken haben und der uns sogar noch vor Ort in Perth großartig unterstützt hat;
der Reederei Oldendorff, die Johannes die Chance gegeben hat seinen Traum zu leben und uns es uns ermöglicht hat auf dem Weg nach Perth neue Wege einzuschlagen;
Digibet; Liros; Marinepool; Deutscher Segler-Verband; Sailing Team Germany, Team Hamburg London; Stiftung Deutsche Sporthilfe; Hauke-Meyer Kopp (Athletiktrainer) vom OSP Hamburg Schleswig-Holstein; Frederik Strang für die Erstellung unserer Team Homepage; Lübecker Yacht-Club.

Unser ganz besonderer Dank gilt unseren Eltern ohne die wir gar nicht erst soweit gekommen wären.

Danke für eine fantastische Zeit!
Weltrangliste
 
9.
Szabo
Strube
USA
10.
Babendererde
Jacobs
GER
11.
Grael
Ferreira
BRA
Impressum