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04.09.10, Eastern Hemisphere Championship, Boltenhagen
Das letzte Saisonhighlight findet vor unserer Haustür statt. Die Eastern Hemisphere Championship wird vom 09.-12. September vor dem Ostseebad Boltenhagen ausgetragen - veranstaltet vom NRV. Das Feld ist mit 40 Teams gut besetzt: Scheidt BRA, Loof SWE, Melleby NOR sind am start. Wir wollen dort eine tolle Saison mit einem guten Ergebnis beenden.

http://www.nrv.de/segeln/nrv-champions-week-2010-star-eastern-hemisphere.html
14.08.10, Sail for Gold Weymouth
Für uns, wie für fast alle deutschen Segler ist die Regatta beendet - kein Medalrace. Nur ein deutsches Team (470er Kadelbach/Belcher) hat es ins Medalrace geschafft.

Frankreich geht als stärkste Nation in die Finalrennen. Ein Grund dafür ist sicherlich auch die Erfahrung der Franzosen mit Stromrevieren. Uns, wie dem ganzen Starbootteam, ist es schwer gefallen Strominformationen richtig zu bewerten. Wenn man mit den Briten spricht, dann hört man aber auch das die Windrichtung der letzten drei Tage recht ungewöhnlich war. So sind die amtierenden Weltmeister und Olympiasieger Percy/Simpson gestern in letzten Lauf letzte geworden.
13.08.10, Sail for Gold Weymouth - Tag 4
Und wieder einmal hatten wir 12 Knoten plus. Wir haben heute etwas besser in die Wettfahrten gefunden und konnten die Rennen im Mittelfeld beenden.

Insgesamt segelt das deutsche Team stark unter seinen Möglichkeiten.

1. O'Leary/Kleen IRL
2. Loof/Tillander SWE
3. Kusznierewicz/Zycki POL
...
9. Polgar/Koy GER
20. Stanjek/Stanjek GER
24. Miller/Wenk GER
27. Babendererde/Jacobs GER
30. Schlonski/Bohn GER
12.08.10, Sail for Gold Weymouth - Tag 3
Am dritten Tag wurden drei Wettfahrten bei mittleren Winden gesegelt. Die Strömung war erwartungsgemäß wieder ein Hauptfaktor, vorallem weil sich Richtung und Stärke durchgehend änderten.
Wir haben das erste Rennen nach hervorragendem Start angeführt, mussten aber auf dem Vormwindgang Federn lassen und beendeten das Rennen auf Platz 8. In dem zweiten Lauf starteten wir zusammen (nach hinten versetzt) mit Percy/Simpson GBR Rohart/Posaunt FRA und Miller/Wenk GER. Die letzten beiden und wir bekamen einen BFD.
Insgesamt haben wir das Revier noch nicht voll verinnerlicht. Uns fällt vorallem das Abwägen von Strom gegen Wind schwer: Wann lohnt es sich die Strömung zu 'ignorieren' und sich auf den Wind zu konzentrieren und wann ist die Strömung maßgebend? Wieviel Grad Winddreher neutralisieren die Strömung?
Percy/Simpson GBR sind heute auf ihrer eigenen Welle gesegelt : 1, 1, 3.


1.O'Leary / Kleen IRL
2. Florent / Rambeau FRA
..
5. Polgar / Koy GER
....
28. Babendererde / Jacobs GER

Weitere Ergebnisse: www.skandiasailforgoldregatta.co.uk
10.08.10, Sail for Gold Weymouth - Tag 2
Am zweiten Tag der Skandia Sail for Gold Regatta erwartete uns typisch englisches Wetter. Es regnete unentwegt und die Bewölkung war dick. Wir wurden bei 3-4 kn Wind zur Bahn geschleppt. Nach 1,5 Stunden Wartezeit frischte der Wind in Böen mit bis über 30 kn erheblich auf.
Taktisch mussten wir uns zwischen der linken stromtechnisch bevorteilten Seite (30 m/min) und der rechten Seite, die nur bei starken rechtsdrehungen funktioniert entscheiden. Wir wählten links, kamen gut aus dem Start, aber mussten mit ansehen wie der Wind um ca. 15° nach rechts kippte.
Bei diesen kurzen Kursen und der Topbesetzung ist nicht mehr viel aufzuholen. Man muss an der Luvtonne unbedingt in der Spitzengruppe sein.
Für uns geht es in den nächsten Tagen darum ein besseres Gefühl für dieses Revier zu bekommen und noch ein paar gute Wettfahrten zu segeln. Bisher sind erst 30 % der Regatta absolviert.

1. Pepper/Monk NZL
2. Polgar/Koy GER
3. Florent/Rambeau FRA
...
26. Miller/Wenk GER
28. Stanjek/Stanjek GER
30. Babendererde/Jacobs GER
31. Schlonski/Bohn GER
09.08.10, Sail for Gold Weymouth - Tag 1
Heute gab es das ersten Rennen bei ca. 10-16 kn Wind und 40 meter Strom pro Minute.
Wir erwischten zwei miserable Starts, konnten nicht mehr auf die strömungsmäßig bevorteilte Seite kommen und mussten uns mit zwei Platzierungen im hinteren Mittelfeld zufrieden geben. Die Rennen hier sind zu kurz um stark aufzuholen.

Unterm Strich lief der Tag so gar nicht nach unseren Vorstellungen, aber das bereitet uns noch keine Kopfschmerzen.

1. Pepper/Monk NZL
2. Florent/Rambeau FRA
3. Polgar/Koy GER
...
25. Miller/Wenk GER
26. Schlonski/Bohn GER
31. Stanjek/Stanjek GER
34. Babendererde/Jacobs GER
01.08.10, TV Tipp: Siegen lernen - Geheimnis des Erfolgs, ZDF Mediathek
"Die Mannschaft zählt, der Einzelne ist Teil des Ganzen" - dargestellt am Beispiel Segeln.

Viel Spass:
www.zdf.de/ZDFmediathek/hauptnavigation/startseite/#/beitrag/video/1100710/Siegen-lernen--Geheimnis-des-Erfolgs
27.07.10, Skandia Sail for Gold Regatta, Weymouth GB (Olympiarevier)
Mit dem gestrigen Meldeschluss steht die Liste der Teilnehmer am letzten ISAF Sailing Worldcup in 2010 (9.-14. August). Auf dem Olymparevier für 2012 erwartet uns der wohl taffste Wettkampf in diesem Jahr. Die TOP 30 der Welt sind so gut wie komplett vertreten. Die Meldeliste beinhaltet Namen wie Percy/Simpson GBR, Grael/Ferreira BRA, Scheidt/Prada BRA, Marazzi/De Marria SUI, Loof/Tillander SWE etc..
Im Vergleich zu den Regularien bei Starboot Welt- und Europameisterschaften werden die Wettfahrten hier kurz sein und die Zieleinläufe entsprechend eng. Geplant sind 10 Wettfahrten plus Medalrace.

Mit großer Aufmerksamkeit wird die Rückkehr von Ben Ainslie nach langer Pause im Finn verfolgt werden.

Wir freuen uns auf spannende Rennen...

Hier die offizielle Event-Website: www.skandiasailforgoldregatta.co.uk
13.07.10, ISAF Weltrangliste - Platz 07
Erneuter Aufstieg: Unsere Medaille vor Kiel beschert uns nun Platz 07 in der neuen ISAF Weltrangliste.

Nach drei wöchiger Segelpause geht es vom 22. bis 26. Juli vor Grömitz um die Distriktmeisterschaft. Für uns ist das eine gute Gelegenheit um mit Hinblick auf den lezten Worldcup des Jahres auf dem olympischen Revier in Weymouth, UK an unseren neuen Masten zu arbeiten. Nach dem Ausflug auf die Insel beginnt eine längere Trainingsphase wechselweise in Kiel und Warnemünde, auf die wir uns sehr freuen.

1. Scheidt/Prada BRA
2. Marazzi/De Maria SUI
3. Loof/Tillander SWE
...
7. Babendererde/Jacobs GER
...
11. Polgar/Koy GER
12. Stanjek/Stanjek GER
15. Schlonski/Kleen GER
17. Miller/Wenk GER
24.06.10, Kieler Woche 2010 - Silbermedaille
Endlich ist sie da. Nach starken Leistungen in Rio, auf den Bahamas und am Gardasee konnten wir endlich unsere erste Medaille holen.
Dabei sah es nach dem ersten Wettfahrttag gar nicht so gut aus. Nach einem zweiten Platz im ersten Rennen riss uns die Fock in einer Halse im zweiten Lauf auf sehr guter Position. Wir mussten das Rennen aufgeben und fanden uns mit einem DNF in der Wertung im Mittelfeld wieder.
In den folgenden drei Rennen konnten wir uns bei sehr leichten Bedingungen (Innenbahn) mit einer konstant guten Leistung als vierte fürs Medalrace qualifizieren.

Das Medalrace fand bei mittleren Winden statt. Wir gingen direkt nach dem Start in Führung während Scheidt/Prada BRA, Mendelplatt/Lilljedahl USA, Negri/Voltolini ITA hinten im Feld lagen. Wir mussten kurz vorm Ziel das japanische Team (halsten direkt an der Luvtonne) passieren lassen. Scheidt/Prada kamen als achte ins Ziel, aber leider hatte ein Team zwischen uns einen Frühstart und somit reichte es für Scheidt/Prada mit einem Punkt Vorsprung noch zum Sieg. Nichtsdestotrotz sind wir sehr glücklich über unsere Medaille.

1. Scheidt/Prada BRA
2. Babendererde/Jacobs GER
3. Mndelblatt/Lilljedahl USA
...
4. Stanjek/Stanjek GER
6. Miller/Wenk GER
7. Polgar/Koy GER
12.06.10, Europameisterschaft - Tag 6
Das letzte Rennen wurde bei 7-9 Knoten Gradient pünktlich angeschossen. Wir sind aus der Mitte der rechten Starthälfte ordentlich herausgekommen. Bei diesem Lauf gab es mehr Optionen und die Windgeschwindigkeitsunterschiede waren nicht so stark wie in den vorherigen Rennen. Wir haben uns auf der Startkreuz permanent vorgearbeitet, rundeten das Luvfass auf Platz zwei und beendeten die Wettfahrt auch als zweite.
Insgesamt sind wir damit auf Platz 16 und achte Europäer . In der “nicht erlaubten“, aber trotzdem interessanten “Was-wäre-wenn-Rechnung”, wären wir insgesamt siebte und dritte Europäer ohne den Frühstart. Das zeigt wie gut man so eine Regatta nach durchschnittlichem Auftakt noch abschließen kann.

Polgar/Koy GER sind nach einer großartigen Leistung absolut verdient Europameister geworden. Herzlichen Glückwunsch!
Damit haben Polgar/Koy auch die A-Kader Kriterien erfüllt und sind somit mit uns das zweite A-Kader Team für 2011.

1. Polgar/Koy GER
2. Campbell/Nichol USA
3. Clarke/Bjorn CAN

16. Babendererde/Jacobs GER
28. Stanjek/Stanjek GER
30. Schlonski/Kleen GER
47. Miller/Wenk GER
11.06.10, Europameisterschaft - Tag 5
Wie jeden morgen sind wir unserer Routine gefolgt: 07:45 Uhr Joggen und Dehnen, 08:30 Uhr, Frühstück, 10:00 Uhr Bootcheck und Unterwasserschiff reinigen (tauchend), 11:00 Uhr Teammeeting inkl. Wetteranalyse, 11:30 Uhr auslaufen.
Auch an diesem Tag sind wir nicht pünktlich ins fünfte Rennen gestartet - im Gegenteil. Mangels Wind haben wir drei Stunden bis zum ersten Start gewartet.
Erfahrungsgemäß sollte die Startseitenwahl bei diesen leichten Bedingungen Rennentscheidend sein.
Wir starteten von links, segelten in frisch einsetzenden linksdrehenden Wind und rundeten als fünfte. Doch dann kam ein Piff vom Juryboot auf dem Weg zur Offsetmarke und wir wurden auf Grund eines Frühstarts aus dem Rennen genommen.
Die Entscheidung, dass wir über die Linie waren zweifeln wir nicht an, aber laut diversen Trainer waren 80% des Feldes drüber. Wir können uns höchstens anlasten uns nicht gut genug versteckt zu haben.
Den Lauf haben Szabo/Strube USA vor Polgar/Koy GER und Campbell/Nichol USA gewonnen. Damit führen Polgar/Koy weiterhin mit guten Abstand. Viele Mannschaften haben das Zeitlimit nicht geschafft.

1. Polgar/Koy GER
2. Mendelblatt/von Schwarz USA
3. Szabo/Strube USA

…Es ist leider noch keine neue Ergebnisliste verfügbar…
10.06.10, Europameisterschaft - Tag 4
Endlich - die erste Top 10 Platzierung ist da. Nach 1,5 Stunden Startverzögerung aufgrund eines 90° Winddrehers und eines allgemeinen Rückrufs konnte das vierte Rennen bei 8-10 Knoten Wind losgehen. Wir haben von Anfang an auf die linke Seite gesetzt und wollten heute mehr Akzente setzen.
Wir sind gut am Pinnend gestartet und konnten die Luvtonne als dritte Runden. Auf dem anschließenden Vormwindgang mussten wir ein kleines Pulk das weiter von rechts kam passieren lassen. Die anschließende letzte Kreuz verlief wieder nach Plan und wir rundeten zum Vorwindgang Richtung Ziel auf Position 6. Wir konnten noch ein japanisches Team überholen und beendeten das Rennen auf Platz 5. Scheidt/Prada BRA gewannen den Lauf.
Um wieder ganz vorne ins Ziel zu kommen müssen wir unsere Amwindgeschwindigkeit weiter optimieren (neuer Mast).

1. Polgar/Koy GER
2. Clarke/Bjorn CAN
3. Mendelblatt/von Schwatz USA
….
16. Babendererde/Jacobs GER
26. Stanjek/Stanjek GER
43. Sclonski/Kleen GER
55. Miller/Wenk GER
09.06.10, Europameisterschaft - Tag 3
Der erste Startversuch ging bei mittleren Winden gleich durch. Das Feld war gleichmäßig an der Linie verteilt. Rechts waren diejenigen, die an den Einfluss der Seebrise geglaubt haben und links die, die auf das Durchkommen des Gradientwindes hofften. Am Ende war die linke Seite stärker.
Wir haben die rechte Seite gewonnen und rundeten auf Platz 21.
Der zweite Vormwindgang hatte es in sich. Der Wind nahm erst ab und setzte dann neu ein. Folglich schob sich das komplette Feld nach knapp zwei Stunden Rennzeit wieder zusammen.
Somit war zur Zielkreuz wieder alles möglich und belohnt wurden die, die trotz permanenter 10-15° Winddrehungen Anschlag links fuhren. Einige Teams segelten von Platz 40-50 noch in die Top 10 und andere aus den Top 10 wurden noch schlechter als Platz 40.
Wir müssen feststellen, dass wir hier bisher zu konservativ unterwegs sind und mehr unsere Chancen suchen sollten. In Zahlen heißt das Platz 26 für heute.
Stark waren wieder Polgar/Koy die von Platz 42 auf 6 vorfuhren und Schlonksi/Kleen die den Lauf gewannen.

1. Polgar/Koy GER
2. T. Grael/Ferreira BRA
3. Clarke/Bjorn CAN

15. Schlonski/Kleen GER
22. Babendererde/Jacobs GER
35. Stanjek/Stanjek GER
59. Miller/Wenk GER
08.06.10, Europameisterschaft - Tag 2
Die zweite Wettfahrt fand bei leichten Winden statt. Wieder einmal gab es mehrere Starversuche bis die Wettfahrtleitung letztendlich den dritten Start trotz großen Überhängen durchgehen ließ.
An der Luvtonne waren wir auf Platz 15 und entschieden uns für eine schnelle Halse um den immer weiter seitlich kommenden Strom für uns zu nutzen. Auf der rechten Seite hatte sich währenddessen etwas mehr Wind entwickelt, was bei diesen langen Kursen viel ausmacht. Somit rundeten wir zur zweiten Kreuz auf Position 25. Am Ende konnten wir wieder auf 17 vorfahren.
Insgesamt sind die Bedingungen sehr wechselhaft. Winddreher von 20°-30° mit hoher Frequenz sind hier normal.
Am Ende des Tages sind wir froh ein brauchbares Resultat eingefahren zu haben. Inzwischen haben viele Topteams schon ein schlechtes Rennen auf dem Konto. Polgar/Koy konnten heute ihre Führung ausbauen.

1. Polgar/Koy GER
2. Clarke/Bjorn CAN
3. T. Grael/Ferreira BRA

24. Babendererde/Jacobs GER
26. Schlonski Kleen GER
34. Stanjek/Stanjek GER
89. Miller/Wenk GER
07.06.10, Europameisterschaft - Tag 1
Heute liefen die 135 Starboote zum ersten Lauf der Europameisterschaftz aus. Wir haben noch nie so eine lange Startlinie gesehen - über 1.000 Meter.
Nach einem Startabbruch ging der zweite Versuch bei 8-10 Knoten Wind durch. Direkt vor unserer Nase platzierte sich ein gegnerisches Boot (wahrscheinlich ein Frühstarter) und blockierte unsere Bahn. Da wir folglich in der zweiten Reihe waren mangelte es uns an Optionen für die Startkreuz - reagieren statt agieren.

An der Luvtonne bei nun noch 5 Knoten Wind angekommen waren wir ca. auf Platz 60-70.
Zum Ende konnten wir noch einige Plätze gut machen. Die Ergebnislisten sind leider noch nichts raus.
Für uns gibt es keinen Grund nicht weiter nach vorne zu schauen. Morgen um 13:00 Uhr geht's weiter...

1. Polgar/Koy GER
2. Grabowski/Unbekannt POL
3. T. Grael/Ferreira BRA

* Leider sind noch keine Ergebnisslisten verfügbar.
03.06.10, ISAF Weltrangliste - Platz 08!
Die neue Weltrangliste ist raus. Wir sind von Platz 10 weiter nach vorn auf Platz 08 geklettert.
An der Spitze gab es einen Wechsel. Loof/Tillander SWE sind jetzt die neuen Führenden vor Marazzi/De Maria SUI.

Ranking:
1. Loof/Tillander (SWE)
2. Marazzi/De Maria (SUI)
3. Scheidt/Prada (BRA)
...
08. Babendererde/Jacobs (GER)
12. Stanjek/Stanjek (GER)
13. Schlonski/Kleen (GER)
14. Polgar/Koy (GER)
18. Miller/Wenk (GER)

Das Ranking und mehr unter www.sailing.org
01.06.10, Europameisterschaft Viareggio, Italien - Teilnehmerrekord
Am Montag startet die Europameisterschaft in Viareggio. Gemeldet haben 149 Mannschaften. Das ist Rekord. Das nicht nur die Quantität sondern auch die Qualität hoch ist gewährleisten u.A. folgende Namen:
Scheidt/Prada, T. Grael/Ferreira, L. Grael/Seifert (alle BRA), Loof/Tillander SWE, Marazzi/De Maria SUI, Mendelblatt/von Schwarz, Szabo/Strube (beide USA), Negri/Voltolini ITA, Pepper/Monk NZL, Rohart/Ponsot FRA, Kusznierewicz/Zycki POL.

Wir haben uns in einem intensiven einwöchigen Training vor Ort auf die Regatta vorbereitet. Unsere Erwartungen von sehr leichten Winden wurden durchgehend bestätigt. Besonders interessant dürften die Starts bei diesen Winden mit 149 Booten an einer Linie werden. Der Modus ist unverändert: Die EM besteht aus sechs Wettfahrten mit einem Streicher. Mehr als einen Streicher (oder schlechten Start) sollte man sich auch nicht erlauben, denn ein Platz im Mittelfeld bringt schnell mal 70-80 Punkte.

Wir fühlen uns gut und wollen da weitermachen wo wir zuletzt bei der Weltmeisterschaft in Rio de Janeiro aufgehört haben.

Die offizielle Event-Website: www.stareuropean2010.it/eng/
16.05.10, Expert Olympic Garda - Medal-Race
Das Medal-Race fing pünktlich um 11:00 Uhr bei Nordwind an. Wir waren beim Start zu früh an der Linie und wurden abgedrängt. Wir konnten uns jedoch von dem Start erholen und wieder Kontakt zum Feld herstellen, aber die falschen Leute waren vor uns. Wir waren gezwungen zu attackieren. Unser Angriff ging nicht ganz auf und wir mussten uns am Ende mit einem siebten Platz zufrieden geben.
Unterm Strich sind wir damit Fünfte insgesamt.
Was wir von der Regatta für die Euro (07.-11.06) mitnehmen sind sehr gute Startkreuzen nach mittelmäßigen Starts. Insgesamt müssen wir noch konstanter werden. Der 15. Platz im sechsten Rennen war zu viel.

Ergebnisse:
1. Lovrocic/Mikulicic CRO
2. Szabo/Strube USA
3. Miller/Wenk GER
4. Campbell/Nichol USA
5. Babendererde/Jacobs GER
6. Rohart/Ponsot FRA
7. Schlonski/Kleen GER
15.05.10, Expert Olympic Garda - Tag 4
Heute wurde mangels Wind nur ein Rennen bei leichten bis sehr leichten Winden gesegelt. Lovrociv/Mikulicic CRO gewannen den Lauf, Szabo/Strube segelten ihren Streicher und wir wurden vierte.
Morgen findet das Medal-Race statt. Ein Gesamtsieg wird schwierig, aber ist rechnerisch möglich.

Ergebnisse:
1. Szabo/Strube USA
2. Lovrociv/Mikulicic CRO
3. Babendererde/Jacobs GER
..
4. Miller/Wenk GER
8. Schlonski/Kleen GER
14.05.10, Expert Olympic Garda - Tag 3
Am heutigen dritten Wettfahrttag wurden drei Rennen bei 12-16 Knoten gesegelt. Nach schlechtem Start im ersten Lauf des Tages haben wir startegisch-taktisch vielleicht eines unserer besten Rennen überhaupt gesegelt. Am Ende gewannen wir den Lauf mit rund 150 Metern Vorsprung.
Im zweiten Rennen wurden wir vierte. Im dritten und letzten Rennen des Tages sind wir Vormwind mit dem Fockbaum eingetaucht, haben uns selbigen gebrochen und damit eine Top 10 Platzierung verpasst. Bemerkenswert war auch die Leistung von Schlonski/Kleen die genau wie wir zwei Rennen in Folge gewannen. Somit gab es von sechs Wettfahrten insgesamt fünf deutsche Siege.

Ergebnisse:
1. Szabo/Strube USA
2. Lovrovic/Mikulicic CRO
3. Babendererde/Jacobs GER
...
4. Miller/Wenk GER
11. Schlonski/Kleen GER
16. Merkelback/Bartel GER
31. Polgar/Koy GER
13.05.10, Expert Olympic Garda - Tag 2
Entgegen jeglicher Wettervorhersagen hatten wir heute einen super Segeltag. Der Südwind setzte gegen 11:00 Uhr ein und bescherte 6-12 kn.
Die Starts waren in den drei Rennen jedesmal stark umkämpft. Wir erwischten entgegen unseren Laufplatzierungen nur im ersten Rennen einen guten Start, konnten aber auf den Startkreuzen in den Wettfahrten zwei und drei überzeugen.
Insgesamt hat das deutsche Team mit guten Einzelplatzierungen eine Duftmarke gesetzt: Polgar/Koy gewannen das erste Rennen und wir das dritte dicht gefolgt von Miller/Wenk.


Ergebnisse:
1. Szabo/Strube USA
2. Guillaume/Rambeau FRA
3. Babendererde/Jacobs GER
.....
8. Miller/Wenk GER
14. Merkelbach/Bartel GER
17. Polgar/Koy GER
31. Schlonski Kleen GER

Unsere Serie: 19/7/1

Weiter Ergebnisse und Fotos unter http://expertolympicgarda.fragliavelariva.it/
12.05.10, Expert Olympic Garda - Tag 1
Heute ist theoretisch der erste Start zur Expert Olympic Garda Regatta. Leider spielt das Wetter nicht mit. Der See ist spiegelblank und die zahlreichen Teams versuchen die Zeit im Bootspark und Restaurant tot zu schlagen. Wir hoffen auf Besserung, auch wenn die Vorhersage für den weiteren Wochenverlauf eher schlecht aussieht.
Am Start sind rund 35 Teams inklusive der kompletten amerikanischen Mannschaft mit Weltmeister George Szabo und den Bacardi Cup Gewinnern Merriman/Trinter.

Weitere News, Fotos und Ergebnisse unter: http://expertolympicgarda.fragliavelariva.it
12.05.10, Expert Olympic Garda - Tag 1
Heute ist theoretisch der erste Start zur Expert Olympic Garda Regatta. Leider spielt das Wetter nicht mit. Der See ist spiegelblank und die zahlreichen Teams versuchen die Zeit im Bootspark und Restaurant tot zu schlagen. Wir hoffen auf Besserung, auch wenn die Vorhersage für den weiteren Wochenverlauf eher schlecht aussieht.
Am Start sind rund 35 Teams inklusive der kompletten amerikanischen Mannschaft mit Weltmeister George Szabo und den Bacardi Cup Gewinnern Merriman/Trinter.

Weitere News, Fotos und Ergebnisse unter: http://expertolympicgarda.fragliavelariva.it
24.04.10, ISAF World Ranking - TOP 10
Am 21. April wurden die ISAF World Rankings aktualisiert.
Wir haben es mit Rang 10 erstmals in die TOP10 geschafft.

Ranking:
1. Marazzi / De Maria (SUI)
2. Loof / Tillander (SWE)
3. Scheidt / Prada (BRA)
...
10. Babendererde / Jacobs (GER)
11. Stanjek / Stanjek (GER)
12. Schlonski / Kleen (GER)

Das Ranking und mehr unter www.sailing.org
17.04.10, Tag 4 - Western Hemisphere Championship, Bahamas
Heute standen zur Abwechslung mal mittlere Winde auf dem Programm. Nach mittelmäßigen Starts und sehr guten Vormwindgängen haben wir es zu einem versöhnlichen Abschied geschafft. Die erste Wettfahrt beendeten wir als fünfte und das letzte Rennen haben wir gewonnen.
Für die Wettkämpfe in Zukunft wünschen wir uns eine Serie ohne Buchstaben - obwohl uns keine Schuld an dem Malheure vom ersten Tag trifft.

In den nächsten zwei Tagen liegt unsere Konzentration auf dem Umfliegen der Aschewolke über Europa.
16.04.10, Tag 3 - Western Hemisphere Championship, Bahamas
Wir haben heute versucht das beste aus der Situation zu machen. Wir haben einen neuen Trimm ausprobiert und uns auf Pinnendstarts konzentriet, was hier nicht so einfach ist, denn die Starttonne ist immer um die 10° bevorteilt.
Das Ergbnis des Tages lautet Platz 3 und ocs.

Derweil hat sich ein weiterer Favorit aus dem Rennen um die Topplätze verabschiedet. Merriman/Trinter (USA) brachen sich den Mast.
16.04.10, Tag 2 - Western Hemisphere Championship, Bahamas
Nach 1,5 Stunden Startverschiebung sind wir bei 20 Knoten Wind zum ersten Rennen ausgelaufen. Wir hatten einen guten Start in die Wettfahrt und rundeten die Luvtonne zum letzten Vormwindgang auf Platz fünf als folgendes passierte:
Der Ruderstock brach und wir konnten das Boot nicht mehr steuern. Unser Boot luvte an und wir fuhren mit hoher Geschwindigkeit in das über uns liegende Boot. Bei dem Zusammenprall fiel ich über board und Timo segelte alleine weiter in Richtung von Steinen nicht weit entfernt - ohne jegliche Möglichkeit zu steuern. Glücklicherweise kam ein Sicherungsboot zur Hilfe. Ich wurde von einem amerikanischen Team eingesammelt.

Am Ende ist nicht viel am Boot kaputt gegangen und wir können morgen wieder segeln. Unsere Serie ist allerdings dahin, weil wir somit das erste Rennen nicht beendeten und am zweiten nicht teilnehmen konnten.
15.04.10, Tag 1 - Western Hemisphere Championship, Bahamas
Der Start zum ersten Rennen der Western Hemisphere Championship musste wegen zu starken Windes auf Morgen (Donnerstag) verschoben werden.

Hier ein paar Bilder von den gestrigen Wettfahrten:
http://photos.friedbits.com/p917919525/h356ab640#h25c14824
http://photos.friedbits.com/p917919525/h356ab640#h25e04567
http://photos.friedbits.com/p917919525/h356ab640#h39284947
http://photos.friedbits.com/p917919525/h356ab640#h275e2389
http://photos.friedbits.com/p917919525/h356ab640#h27a7adc5
http://photos.friedbits.com/p917919525/h356ab640#h3ff04140
http://photos.friedbits.com/p917919525/h356ab640#h2fc43677

Offizielle Event-Website: http://star2010.nassauyachtclub.org/
14.04.10, Silber - Sir Durward Knwols Trophy
Heute fand die Warm-Up Regatta zur Western Hemishere Championship statt. Die Bedingungen hätten nicht besser sein können: Sonnenschein und 18-23 Knoten Wind. Für uns und den P-Star den wir hier testen war dies die erste Bewährungsprobe in der Bucht von Nassau.

Wir erwischten einen ordentlichen Start vom Pinnend ins erste Rennen. Mark Reynolds (USA) rundete die Luvtonne als erstes, wir ca. auf Position neun. Auf dem folgenden Reachkurs konnten wir 4 Boote aufholen. Wir hielten unsere Position und beendeten das Rennen auf Rang fünf. Eine Kanadische Mannschaft gewann den Lauf.

Zum zweiten Rennen frischte der Wind noch etwas auf. Wir fanden wieder gut ins Rennen und rundeten die Luvmarke auf Position sechs. Nachdem Reach waren wir dritte hinter Szabo (USA) und Merriman (USA). Wir konnten Szabo auf der folgenden Kreuz einholen und den Abstand zu Merriman auf eine Bootslänge vorm letzten Vormwindgang verkürzen.
Bei nun ca. 23 Knoten hielt uns nun nichts mehr und wir gewannen das Rennen mit 50 Meter Vorsprung.
Es gab drei Mastbrüche.

1. Merriman / Trinter USA
2. Babendererde / Jacobs GER
3. Szabo / Strube USA
4. Reynolds / NA USA
5. Mendelblatt / von Schwarz USA
Etc….

Wir freuen auf die am Mittwoch startende Western Hemisphere Championship.
10.04.10, Western Hemisphere Championship plus Bootstest, Bahamas
Momentan befinden wir uns auf den Bahamas, Insel New Providence um ein neues Bootsdesign (P-Star) zu testen und an der Western Hemisphere Championship teilzunehmen.
Der P-Star wurde von Marc Pickel zusammen mit der Yacht Research Unit (YRU) in Kiel entwickelt und sollte bei den Olympischen Spielen in Qingdao 2008 eingesetzt werden. Inzwischen wird der P-Star in den USA im Bundesstaat Michigan erfolgreich produziert.

Bis am Dienstag der Startschuss zur ersten Wettfahrt fällt, nutzen wir noch die Zeit um mit einigen starken amerikanischen Teams zu trainieren. Erste Testschläge bei 2-3 Bft. mit Weltmeister George Szabo, der jetzt mit Mark Strube segelt, verliefen recht vielversprechend.
02.04.10, Trofeo Princesa Sofia
Ich sitze gerade bei Sonnenschein und gutem Wind auf der Terasse des Real Club Nautico Palma und die Starboote laufen zu ihrem Medal Race aus.

Eigentlich wollten wir dabei sein und ein gutes Ergebnis hier bei der Regatta abliefern, doch wie schon berichtet missglückte der Beginn der Veranstaltung mit zwei Frühstarts völlig. Anschließend haben wir weiter alles gegeben um noch wenigstens das Medal Race zu erreichen. Mit einzelnen guten Ergebnissen war dieses zwischenzeitlich durchaus wieder realistisch, doch der dritte OCS war dann doch ein wenig zu viel.
Drei Frühstarts in einer Regatta sind nun doch ein wenig unglücklich, bedankt man das wir im ganzen letzten Jahr ganze zwei hatten. Die Frühstarts werden schon ihre Berechtigung haben das zweifel wir nicht an, wir waren immer an vorderster Front dabei, doch vom Gefühl her waren jeweils noch einige andere die zu weit vorne waren. Getroffenen hat es aber immer nur uns...

Das Fazit fällt aber trotzdem positiv aus, zwar haben wir ein nennenswertes Ergebnis verpasst, doch viel für die Zukunft gelernt. Unsere Starts waren durch die Bank gut, eventuell das ein oder andere mal ein Tick weniger Riskio, aber ich gehe davon aus das die Wettfahrtleiter in Zukunft uns wohlgesonner sind. Sonst war es eine super Trainingswoche für uns, wir konnten viel experimentieren und testen und haben unseren Trimm ein wenig verbessern können.
Mit diesen Eindrücken werden wir die wenigen Tage nutzen die uns bleiben uns zu erholen, Mittwoch geht es zu den Bahamas und wir werden dort an der Western Hemisphere Championship teilnehmen.

Wir wünschen allen ein Frohes Osterfest!!
29.03.10, Princess Sofia Trophy, Tag 2
Wir haben heute im ersten Rennen wieder zurück in die Spur gefunden und mit einem 6. Rang den Lauf gut beendet. Im zweiten Rennen flaute der Wind zunehmends ab. Wir hatten große Probleme die Höhe zu halten, konnten aber dennoch auf Grund eines guten Starts auf Platz 3 um die Luvtonne gehen. Auf der zweiten Kreuz waren wir durch unser Höhenproblem zu limitiert um uns wie gewollt zum Feld zu positionieren und beendeten das Rennen nur auf Platz 16.
Wir sind dennoch froh über diese Regatta, denn in den richtig leichten Bedingungen liegt bei uns noch das höchste Steigerungspotenzial.

Mehr Infos unter www.trofeoprincesasofia.org
29.03.10, Princess Sofia Trophy, Tag 1
Passend zu unseren gestrigen Ergebnissen zitierte unser Teamchef Joachim Hellmich Paul Elvström "Wer noch nie einen Frühstart hatte, der war auch noch nie pünktlich an der Linie." Leider waren wir gestern gleich zweimal zu pünktlich.
Die Regatta besteht aus 10 Wettfahrten plus Medal Race. Bei nur einem Streicher wird es jetzt schwer noch eine Topplatzierung zu erreichen, aber das ist kein Grund für uns in irgendeinerweise nachzulassen. Bei diesem Wettkampf geht es vorallem um Erfahrungsgewinn mit Hiblick auf die Saisonhöhepunkte in diesem Jahr.

Ergebnisse:
1. Marazzi / De Maria SUI
2. Melleby / Noerland NOR
3. Polgar / Koy GER
....
6. Schlonski / Kleen GER
10. Miller / Wenk GER
16. Stanjek / Stanjek
22. Babendererde / Jacobs GER

Wetere Ergbenisse auf www.trofeoprincesasofia.org
26.03.10, Princess Sofia Trophy
Die Wettervorhersage für die Princess Sofia Trophy kündigt Leichtwind für den ersten Wettkampftag (Sonntag) an. Für den weiteren Wochenverlauf ist mit mittleren bis starken Winden zu rechnen. Wir werden den Samstag als letzteTrainingseinheit nutzen bevor der Startschuss zum ersten europäischen Worldcup in diesem Jahr fällt.
Das Feld wir mit ca. 22 Teams klein aber fein sein. Am Start sind unter anderem Lööf/Tillander SWE; Negri/Colanino ITA, Rohart/Ponsot FRA, Marazzi/De Maria SUI, Melleby/Pedersen NOR und das ganze deutsche Team.
Wir freuen uns auf enge Rennen!
14.03.10, Back On Track
Palma de Mallorca, 10° Celsius, 5 kn Wind. Wir sind wieder unterwegs.
Nach einer sieben wöchigen Pause nach der Rio WM sind wir wieder zurück auf dem Wasser. Unsere Reise nach Mallorca beinhaltete Zwischenstopps bei der Boostswerft Folli und Mastenbauer Emmetti. Während unser Boot überholt wurde, haben wir ein Langlaufausdauertraining in den Schweizer Bergen auf knapp 2.000 Meter Höhe eingelegt.
Gestärkt durch die letzte Saison, aber noch etwas rostig von der Pause fand gestern die erste Trainingseinheit mit dem HNV-Team und unserem neunen Trainer Joachim Hellmich statt.
Die Stimmung ist gut und wir freuen uns auf die vor uns liegenden Tage.
26.01.10, Jahresanalyse
Am 13. Februar 2009 (gleichzeitig Johannes Geburtstag) saßen wir das erste Mal zusammen auf einem Boot. Für Timo war es das erste Mal überhaupt auf einem Starboot. Wir merkten schnell, dass wir zusammen passen und nach kurzer Zeit entwickelten wir uns zu einem echten Team.
Noch im Frühjahr 2009 haben wir unsere Ziele für die nächsten Jahre formuliert. Für 2009: B-Kader; Für 2010: Bestätigung B-Kader und Etablierung Weltspitze; Für 2011: A-Kader und Gewinn der Olympiaqualifikation; Für 2012: olympische Medaille.
Im Sommer 2009 haben wir mit dem 5. Platz (4. Europäer) bei der Europameisterschaft in Kiel nicht nur den B-Kader erreicht, sondern mit nur 0,5 Punkten zu viel, fast die A-Kader Kriterien erfüllt und Bronze gewonnen. Viel wichtiger jedoch war das wir bei der Euro, aber auch schon bei den ISAF World Cups, gezeigt haben, dass wir in der Weltspitze mithalten können.
Drei Wochen nach der EM, bei der Weltmeisterschaft im schwedischen Varberg, sind wir mit Platz 4 gut in die Regatta gestartet, kamen aber am Ende nicht über ein mittelmäßiges Ergebnis hinaus.
Unser Fehler war das wir unsere Strategie nicht gut genug auf die Verhältnisse, Leichtwind und starke Strömung, umgestellt haben.
Abschließendes Highlight in 2009 war der letzte ISAF Worldcup in Weymouth, GB, auf dem olympischen Revier. Entgegen unseren Erwartungen spielte die Strömung hier keine größere Rolle. Unsere Bahn war nahe unter Land und das Segeln erinnerte an Binnenseeregatten - starke Dreher und deutliche Unterschiede in der Windgeschwindigkeit. Trotzdem waren die Verhältnisse fair.
Wir machten eine neue Erfahrung vor Ort. Wir waren übersegelt. Unsere Köpfe funktionierten nicht wie gewohnt und bis auf zwei Top 5 Ergebnisse war für uns nicht viel zu holen. Nichtsdestotrotz war es sehr wertvoll auf dem olympischen Revier gesegelt zu sein, wenn auch die Starbootbahn in Zukunft eine andere sein wird.

Nach einer 6-wöchigen Pause ging es nach Rio de Janeiro zu zwei Vorbereitungsregatten und Trainings, um sich auf die gerade beendete WM im Januar vorzubereiten. Unsere Vorbereitungszeit für die erste Regatta war recht kurz, denn unsere Boote kamen verspätet aus dem Zoll. Dennoch starteten wir recht gut in den Wettkampf. Wir gewannen das erste Rennen und beendeten die Regatta auf Platz 4. Gleich im Anschluss fand die Südamerikanische Meisterschaft statt. Auch hier hatten wir super Einzelergebnisse, konnten aber auf Grund von zwei schlechten Rennen die Regatta nur als 16. von 63 Teams beenden.
In den darauffolgenden Trainingseinheiten haben wir hart an uns gearbeitet. Wir testeten verschiedenes Material und verbesserten unsere Technik.

Nach einem kurzen und kalten Weihnachts- und Neujahrsintermezzo in Deutschland ging es zurück nach Rio zur WM. Wir fühlten uns gut vorbereitet und gingen zuversichtlich in die Regatta.
Wir gewannen ein spektakuläres erstes Rennen in der Bucht von Rio unter dem Zuckerhut. Wir wussten unseren Tagessieg, trotz eines Kringels wegen Tonneberührung, gegen Percy/Simpson (GBR) und Scheidt/Prada (BRA) zu verteidigen. Der Sieg fühlte sich gut an, aber wir waren uns bewusst, dass ein Tagessieg am Ende nichts Wert ist, wenn die Konstanz nicht da ist. Mit Platz 8 am zweiten Tag im zweiten Lauf waren wir immer noch führend.
Wir hatten einen schlechten Start ins dritte Rennen und rundeten die Luvtonne ca. auf Rang 50. Wir kämpften uns durch diese Leichtwindwettfahrt und rundeten zur letzten Kreuz auf Platz 25. Bis heute haben wir nicht richtig verstehen können wie wir auf den ersten 300 m nach der Leetonne 14 Boote verloren haben. Seegras, Müll - keine Ahnung?
Wir ließen uns davon nicht irritieren und segelten in den kommenden Rennen einen 8. und einen 15. Platz.
Im letzten Lauf der WM hatten wir gute Chancen auf Bronze und theoretisch sogar noch auf Silber, aber auch nach hinten bis zu Platz 15 war es sehr eng. Wir starteten gut aus der linken Hälfte und crossten viele Boote auf dem Weg zur rechten Seite. An einem Tag der Südamerikanischen Meisterschaft hatten wir die selbe Windrichtung. Damals war die rechte Seite stark bevorteilt, unter anderem auf Grund einer Insel an der sich Konvergenz bildete.
Leider war dem in diesem Fall nicht so, sondern die Seebrise gewann an Einfluss und der Wind drehte links in Richtung der normalen Rio-Seebrise. Nach einer Tonnerundung inkl. Tonnenberührung und Kringel waren wir weit abgeschlagen. Wissend um die Wichtigkeit von jedem Punkt gegenüber unserem Streichergebnis kämpften wir uns auf Rang 34 vor.
Angekommen im Ziel waren wir sehr niedergeschlagen, aber zurück an Land und mit fortlaufender Zeit realisierten wir immer mehr was wir da eigentlich geleistet hatten: Wir führten die WM für zwei Tage an, haben großartige seglerische Entscheidungen getroffen und am Ende mit Platz 10 die A-Kader Kriterien erfüllt.
In der Zeit bis zu unseren Frühjahrstrainings auf Mallorca mit neuem Trainerteam, bestehend aus Joachim Hellmich und Christian Rasmussen, werden wir an unserer Fitness und Gewichtsverteilung arbeiten und neue Zwischenziele formulieren. Eines ist aber jetzt schon klar: Medaillen müssen her…

Wir danken allen unseren Förderern, vor allem dem Heinz Nixdorf-Verein, dem NRV, Liros und Marinepool und freuen uns über die zahlreiche Unterstützung die wir zur WM erfahren durften.
Unser ganz besonderer Dank gilt unserem Trainer Tytus Konarzewski, der uns vor allem in der mentalen Wettkampfbetreuung die richtigen Denkanstöße gegeben hat.

Euer Team Babendererde/Jacobs
22.01.10, "Immer weiter, immer weiter"
Das heutige Rennen war schwer. Nach 2/3 der Startkreuz sah es so aus als ob wir Bronze greifen können, aber dann kam eine Kippe über links und wir waren rechts. Dazu kam eine Tonnenberührung. Trotzdem kamen wir zurück auf dem Vormwind, aber haben auf der zweiten Kreuz zu viel auf das Ergebnis als auf die Entwicklung des Windes geguckt.

Im Ziel als 34. angekommen waren wir sehr entäuscht, aber langsam kommt die Freude über unsere gesamte Leistung durch.
Unser Ziel ist erreicht: Top 10 = A-Kader.
21.01.10, Finish
Vielen Dank für die Unterstützung diese Woche!!!
Ein ausführlicher Bericht erfolgt auf Grund einheimischer Mixgetränke leider erst die nächsten Tage.
21.01.10, WM, 5. Wettfahrt
15. Platz heißt das Ergebnis für heute. An der Luvtonne waren wir ca. auf Platz 20. Wir haben im weiteren Rennverlauf gute Entscheidungen getroffen, wurden aber auf jeder Kreuz zwei bis dreimal geblockt was eine Top 10 Platzierung verhinderte. Man merkt, dass schon heute auf dem Kurs gerechnet wurde.

Ergebnisse mit Streicher vor dem letzten Rennen:
1. Percy/Simpson (GBR): 9 Punkte
2. Marazzi/De Maria (SUI): 17
3. Adler/Guilherme (BRA): 31
4. Babendererde/Jacobs: 32

19. Stanjek/Stanjek: 68
20. Schlonski/Kleen: 70
21. Polgar/Koy: 71
30. Miller/Wenk: 101
20.01.10, WM, 4. Wettfahrt
Das vierte Rennen der Weltmeisterschaft ging mit dem ersten Startversuch bei zu der Zeit noch 6 kn Wind durch. Wir erwischten einen guten Start von der rechten Hälfte der Linie und konnten uns mit freiem Wind langsam auf die linke Kursseite verholen. Bis auf Percy/Simpson (GBR) die die Luvtonne mit ca. 40 Meter Vorsprung rundeten, war das Feld wie so oft eng beieinander. Wir rundeten auf Position 16 in einem engen Pulk. Vormwind konnten wir eine kleine Lücke zu unseren direkten Verfolgern herausfahren und nutzen diese um als erstes Team in einer freien Spur zu halsen. Wir rundeten das Leefass auf Position 10.
Bei Fockausbaumen zum letzten Vormwindgang löste sich der Fockbaum aus der Masthalterung und schoss von Lee durch unser Großsegel. Ab diesem Moment an hatten wir einen 50cm langen vertikalen Riss knapp hinter dem Mast im Segel. Für den Vormwindkurs war das kein Problem, aber auf der Zielkreuz hatten wir enorm viel Druck im Boot (inzwischen 11 kn Wind), da der untere Teil des Segels zu voll war, weil wir keine Spannung mehr auf das Unterliek bekamen.
Dennoch verloren wir nur ein Boot auf der Zielkreuz und beendeten das Rennen auf Platz 8.

Insgesamt folgen noch zwei Wettfahrten. Wir haben gestern gelernt, dass wir trotz gutem Zwischenergebnis kein Stück an Aggressivität verlieren dürfen - vor allem in diesem starken und großen Feld.

Ergebnisse (ohne Streicher):
1. Percy/Simpson (GBR): 16 Punkte
2. Adler/Guilherme (BRA): 35
3. Melleby/Petersen (NOR): 39

8. Babendererde/Jacobs: 56
21. Polgar/Koy: 96
30. Schlonski/Kleen: 120
35. Miller/Wenk: 138

Weitere News und Ergebnisse unter www.starworlds2010.com
19.01.10, kleiner Rückschlag..
Heute mussten wir einen kleinen Rückschlag verkraften nachdem die ersten beiden Rennen so super liefen. Wieder brauchten die 73 Stare mehrere Startversuche unter schwarzer Flagge um auf den richtigen Weg zu finden. Den entscheidenden Start haben wir dann ein wenig verhauen und sind nicht richtig frei von der Linie weggekommen. Nachdem wir uns trotzdem frei fahren konnten hatten wir das Gefühl wieder dabei zu sein. Doch bei dem engen Feld passierten doch noch ziemlich viele Boote vor uns die Luvtonne. Trotz eines Platzes um die 5o. gaben wir nicht auf und kämpfen uns wieder Stück für Stück nach vorne. Die letzte Leetonne rundeten wir ca. auf Platz 25. Doch auf der Zielkreuz mussten wir den schwierigen Bedingungen Tribut zollen und fanden nicht mehr den schnellsten Weg. Wir mussten noch einige Boote passieren lassen und fanden uns zum Schluss auf Platz 39. wieder.
Jetzt haben wir Halbzeit und noch drei Rennen vor uns, wir sind hochmotiviert morgen wieder voll anzugreifen, denn vieles ist hier noch möglich...

Ergebnisse:
1. Percy/Simpson (GBR) 15
2. Adler/Almeida (BRA) 22
3. Melleby/ Morland Petterson (NOR) 23

11. Babendererde/Jacobs 48
13. Stanjek/Stanjek 53
24. Polgar/Koy 72
30. Schlonski/Kleen 100
38. Miller/Wenk 113


18.01.10, Kurs halten...
Das heutige Rennen startete mit Verspätung mangels Wind. Nach drei allgemeinen Rückrufen ging der vierte Start unter schwarzer Flagge durch. Unser Start war mittelmässig. Wir mussten uns mehrfach frei wenden um letztendlich eine gute Spur ca. 100 Meter unter der Layline zu finden. Der Wind kippte links und das linke Feld überstand. Das war der Schlüssel für eine TOP 15 Luvtonnenrundung. Auf dem ersten Vormwind kam es zu wenig Verschiebungen.
Die Strategie für die zweite Kreuz war ähnlich der ersten Kreuz. Wir rundeten die Luvmarke auf Platz 10 und überholten Percy/Simpson (GBR) und ein brasilianisches Team auf dem letzten Vormwindgang. Auf der Zielkreuz ging es nur darum Attacken von Loof/Tillander (SWE) und Melleby/Petersen (NOR) zu vereiteln - erfolgreich.

In 2009 hatten wir einige starke Rennen bei mittel bis viel Wind. Was uns hier vor allem freut ist, dass wir jetzt auch bei medimum-light voll da sind.

Ergebnisse:
1. Babendererde/Jacobs: 9 Punkte
2. Adler/Guilherme (BRA): 11
3. Percy/Simpson (GBR): 13

9. Schlonski/Kleen: 26
10. Stanjek/Stanjek: 26
12. Polgar/Koy: 30
40. Miller/Wenk: 82
17.01.10, Tagessieg!
Der erste Wettfahrttag hatte einiges an Spannung zu bieten, denn das erste Rennen fand in der Bucht von Rio de Janeiro statt. Durch geografische Einfluesse wie z.B. den Zuckerhut dreht der Wind in der Bucht ziemlich stark. Der Strom verläuft ungleichmaessig durchs Regattagebiet. Die Stromkanten sind an der Färbung des Wasser und dem Müll zu erkennen.
Wir konnten den Widrigkeiten trotzen und nach einem allgemeinen Rückruf legten wir beim zweiten Versuch einen perfekten Start hin. Durch strategisch gut gesetzte Wenden konnten wir uns schnell in Führung bringen und diese bis zu ersten Tonne halten. An der Luvtonne haben wir dann die Stärke vom Strom ein wenig unterschätzt und wurden auf die Tonne getrieben. Nach einem Kringel waren wir auf 3. Position, aber noch immer voll dabei.
Nachdem wir den zweitplazierten Portugiesen Lima/Nankin schnell überholen konnten, kam es aber eineinhalb Runden zu einem Zweikampf mit den Argentiniern Koujoundjian/Colla. Erst an der letzten Leetonne konnten wir diesen überholen und uns wieder in Führung bringen . In der Zwischenzeit konnten Scheidt/Prada (BRA) und Percy/Simpson (GBR) wieder aufschließen und es entbrannte auf der Zielkreuz ein Vierkampf.
Wir schafften es alle in Schach zu halten und den Sieg ins Ziel zu bringen.
Besser hätte es nicht losgehen können und nun heißt es sich schnell zu regenerieren um im zweiten Rennen wieder voll angreifen zu können.

Johannes & Timo

Ergbebnisse:
1. Babendererde/Jacobs
2. Percy/Simpson
3. Scheidt/Prada

14. Stanjek/Stanjek
24. Schlonski/Kleen
26. Polgar/Koy
63. Miller/Wenk
11.01.10, Herzlich Willkommen auf 2london4gold.de
Mit 2london4gold ist das Team Babendererde-Jacobs online. Auf unseren Seiten werden Sie immer die aktuellsten Nachrichten rund um das Team und unsere Wettkämpfe auf dem Weg zu den Olympischen Spielen nach London bzw. Weymouth 2012 finden. Des Weiteren finden Sie Hintergrundinformationen zu den Personen, Johannes und Timo, unseren Fahrplan nach London 2012, Videos und Fotos von uns in Aktion und Veröffentlichungen über uns in der Presse.

Aktuell sind wir in Rio de Janeiro, Brasilien zur Starboot Weltmeisterschaft (16.-23.01). Schon im November und Dezember haben wir uns in intensiven Trainings und zwei Testregatten auf die WM vor Ort vorbereitet. Wir haben gemerkt, dass wir nach unserer fünf wöchigen Pause nach dem letzten ISAF Worldcup in Weymouth wieder einen Schritt nach vorne gemacht haben. Dies wurde durch zwei Testregatten, die wir mit Platz 4. und Platz 16 beendeten bestätigt. Beide male waren wir bestes deutsches Team.

Wir hoffen, dass Sie Spass an unserer Seite haben und die WM gleich hier miterleben.

Mit den besten Grüßen,

Johannes & Timo